Netzhaut-Erkrankungen

Krankheitsbild & Behandlungsweise

Netzhauterkrankungen beinhalten eine Reihe unterschiedlicher Augenkrankheiten, welche das Sehvermögen beeinträchtigen und in einigen Fällen auch einen schweren Krankheitsverlauf nach sich ziehen können.

1. Netzhaut Ablösung

Eine Netzhautablösung tritt auf, wenn die lichtempfindliche Schicht des Auges, die Netzhaut, sich von der darunterliegenden Gewebeschicht löst. Dies kann zu einem Verlust des peripheren oder zentralen Sehvermögens führen und ist ein medizinischer Notfall, der sofortige Aufmerksamkeit erfordert.

Therapie der Netzhautablösung

Die Therapie der Wahl ist eine Operation mittels pars plana Vitrektomie (ppV). Hierbei wird der Glaskörper entfernt, das Netzhautloch mittels Laser- oder Kältetherapie versorgt und die Netzhaut mittels einer Tamponade wieder angelegt. Als Tamponaden kommen Luft, Gas oder Silikonöl in Frage. Je nach Tamponade ist es notwendig nach der Operation eine gewisse Lage einzuhalten, damit die Netzhaut sich wieder vollständig anlegen kann.

2. Epiretinale Gliose

Bei der epiretinalen Gliose, auch Zellophan-Häutchen genannt, kommt es zu einer Vermehrung von Zellen auf der Netzhautoberfläche. Dies führt zu einer Membranbildung, die mit einer zunehmenden Verziehung der Netzhaut einhergehen kann. Hierdurch kann es zu einem verzerrten und schlechteren
Sehvermögen kommen.

Amsler Gitter normal

Diagnostik

Bei der ärztlichen Untersuchung des Augenhintergrunds fällt oft ein Glitzern oder eine Verziehung der Netzhaut auf. Der Patient selbst merkt im Amsler Gitter ein welliges und verzerrtes Sehen. Eine präzise Untersuchung ist jedoch nur mittels Optischer Cohärenz Tomographie (OCT) möglich. Erst hier lässt sich eine Aussage über das Stadium der Erkrankung belegen und die Entscheidung für eine notwendige Operation treffen.

Amsler Gitter normal

Amsler Gitter bei epiretinaler Gliose

Amsler Gitter bei epiretinaler Gliose

Therapie

Die epiretinale Gliose lässt sich nur operativ entfernen. Durch eine pars plana Vitrektomie (ppV) wird zu erst der Glaskörper entfernt und anschließend die störende Membran abgezogen, wie bei einem
Peeling.

3. Schwarze Punkte – mouches volantes

Plötzlich auftretende, subjektiv störende schwarze Punkte sind ein Zeichen für altersbedingte Veränderungen des Glaskörpers. Der Glaskörper ist eine geleeartige Masse, die aus Wasser und Kollagen besteht, und das Auge ausfüllt. Im Laufe des Lebens löst sich der Glaskörper von der Netzhaut und es entstehen kleinere Kollagennester, welche als Punkte wahrnehmbar sind. Auch als sogenannte „hintere Glaskörperabhebung“ bezeichnet. Die Punkte schränken zwar nicht das Sehvermögen ein, können aber von dem Betroffenen als sehr störend empfunden werden.

Behandlung

In den meisten Fällen bedürfen Mouches Volantes keiner Behandlung, da sie im Laufe der Zeit verschwinden oder die Betroffenen sich an sie gewöhnen. Wenn sie jedoch plötzlich und in großer Anzahl auftreten oder von Lichtblitzen oder Schatten im peripheren Sichtfeld begleitet werden, kann dies ein Anzeichen für eine Netzhautablösung oder eine andere ernsthafte Erkrankung sein. In diesem Fall ist es wichtig, sofort einen Augenarzt aufzusuchen.

Unsere erfahrenen Augenärzte können eine genaue Diagnose stellen und Ihnen die besten Behandlungsoptionen empfehlen, um Ihre Augengesundheit zu erhalten. Wenn Sie unter störenden Mouches Volantes leiden, wenden Sie sich bitte an uns, um einen Termin zu vereinbaren.

Die og. Symptome sollten bei erstmaligem Auftreten zeitnah augenärztliche mit weiter Pupille untersucht werden. Die schwarzen Punkte könnten auch im Zusammenhang mit einer Netzhautablösung oder Blutungen auftreten.

In der Regel gewöhnt der Betroffene sich an das Phänomen. Sollte dies jedoch nach mehreren Monaten immer noch nicht der Fall sein, besteht die Möglichkeit den Glaskörper operativ zu entfernen.

Wenn Mouches Volantes störend sind, gibt es einige Optionen zur Behandlung. Eine Möglichkeit ist die Vitrektomie, ein chirurgischer Eingriff, bei dem der Glaskörper des Auges entfernt und durch eine klare Flüssigkeit ersetzt wird. Eine andere Möglichkeit ist die Laser-Vitreolyse, bei der ein Laserstrahl gezielt auf die Kollagenfasern gerichtet wird, um sie zu zersplittern und das Erscheinungsbild der schwarzen Punkte zu verringern.

In der Regel gewöhnt der Betroffene sich an das Phänomen. Sollte dies jedoch nach mehreren Monaten immer noch nicht der Fall sein, besteht die Möglichkeit den Glaskörper operativ zu entfernen.